Kopf und Kragen

Ich hatte mir ja wieder mal einen Krimi aus der Kiste beim Supermarkt gefischt, für 3 Euro, der sollte ja so toll sein, also der Autor wird so hoch gelobt, aber als ich mühsam die ersten Kapitel las, da langweilte ich mich so zu Tode, daß ich beschloß, doch noch rauszugehen, gestern am Nachmittag, als die Sonne ihren Weg durch die Wolken bahnte. Und dann wurde aus dem Spaziergang, den ich gar nicht hatte machen wollen, tatsächlich fast ein einstündiger Spaziergang. Sogar unsere Vermieterin lief mir über den Weg, so daß ich eine kurze Strecke mit ihr zusammen ging (bis zu ihrem Haus), und ich bemühte mich, Konversation zu machen, haha, bin ja sonst immer stumm wie ein Fisch. Manchmal rede ich dann allerdings auch wieder zu viel, so daß ich im Nachhinein dann immer denke, warum habe ich dies und das denn nun bloß gesagt, aber so bin ich eben. Menschenscheu und ängstlich, und wenn ich mal rede, rede ich mich u. U. auch mal um Kopf und Kragen. 

Heute Morgen haben wir dann zu zweit (der Mann und ich) die Kehrwoche gemacht, nun ist er arbeiten und ich versuche mich an einem anderen Rezept für Schneckennudeln, also den Teig mache ich nach meinem bewährten Rezept, aber mit der Füllung war ich nie wirklich glücklich, nun habe ich von einem anderen Rezept die Füllung abgeschrieben und versuche die heute mal. Draußen ist es eiskalt, gerade mal kurz über Null Grad, aber herrlicher Sonnenschein. Ich bin immer noch so dankbar, daß wir diese Wohnung haben, die Vermieterin fragte mich auch gestern, wie es uns geht, also ob wir uns eingelebt hätten usw., und ich sagte, wir sind sehr glücklich. Nur daß man hier im Ort nichts einkaufen kann, das nervt schon manchmal sehr. Aber das wußten wir ja vorher ... Man kann eben nicht alles haben ...

Nickname 25.02.2017, 10.29| (4/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Menschen & Welt

In einem Rutsch

Warum mache ich das eigentlich immer, daß ich bei Netflix eine Serie, die ich nach langem Suchen endlich für mich finde, die mir gefällt, in einem Rutsch weggucke und dann wieder neu auf die Suche gehen muß? Ich hätte da noch viele Bücher zu lesen, aber irgendwie bin ich gerade extrem antriebslos und zu nichts zu gebrauchen. Nicht mal zu meinem Spaziergang kann ich mich heute aufraffen. Vielleicht liegt das auch an dem extrem wechselhaften Wetter heute, das von tiefstem Schwarz am Himmel über Sonneneinblendungen bis zu Schauern alles bietet. Etwas Sturm noch dazu? Jetzt hört es sich gerade nach Hagel draußen an … autsch. Nein danke, also lieber zuhause bleiben, darf ich auch mal, ich muß mich nicht zwingen, wirklich jeden Tag rauszugehen. Zumal ich schon Einkaufen war (mit dem Auto natürlich, ohne geht hier nicht), also meine Pflichten habe ich erfüllt, dann mache ich es mir eben im seltsamen Licht des seltsamen Wetters in der Wohnung gemütlich. Warum nochmal mußte ich meine letzte Serie wieder in drei Tagen weggucken? Au weia, das hört sich auf den Dachfenstern gerade eben wirklich nach Hagelkörnern an ... 

Nickname 24.02.2017, 13.34| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag & Haushalt

Nicht bewegen!

Das Schwierige ist für mich, ganz still zu liegen, mich nicht zu bewegen, das geht so gut wie gar nicht. Es sollte aber sein, im MRT, ganze 10 Minuten, und bitte auch nicht husten, dabei habe ich mir letzte Nacht fast die Seele aus dem Leib gehustet. Nun, ich versuchte, mich zu entspannen und dem Lärm und dem Radiogelaber (per Kopfhörer, aber der Lärm des MRTs übertönte das ganz ordentlich) zu lauschen. Ich stellte mir vor, wie viele Minuten wohl immer vergangen wären, aber dieses Mal hat die Dame nichts gesagt, beim letzten Mal (vor vielen Jahren) wurde immer gesagt, wie viele Minuten man noch hat. Jedenfalls war das Ganze dann doch schnell überstanden, aber die Diagnose bekomme ich erst kommende Woche beim Arzt in der anderen Praxis. 


Beim Spaziergang heute Nachmittag hat es mich beinahe weggeweht. Ich ging am Rande der Felder, da wehte es wie Bolle, ich breitete meine Arme aus und dachte, vielleicht kann ich fliegen, ging aber nicht, bestimmte zu viel Schokolade im Bauch. Jedenfalls heult der Wind, oder eher schon Sturm, um das Dach herum, es heult und jault wie in einem Gruselfilm. 

Nickname 23.02.2017, 16.22| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gesundheit & Alter

Ich habe mich verliebt


Ich war mit meiner Freundin zum Frühstücken in der Stadt. Da konnten wir endlich mal wieder alle Neuigkeiten austauschen und ordentlich ablästern tratschen. Danach gingen wir Bummeln und Shoppen. Ich fand sogar eine dunkelgrüne Hose, nicht zu warm (der Stoff), also eher für Frühling und Anfang Sommer. Die war allerdings fies teuer, aber die sitzt so gut, daß ich die haben mußte. Und dann landeten wir in einem meiner früheren Lieblingsläden, einem Taschenladen, und da verliebte ich mich in eine Handtasche, so eher für den Sommer, stylemäßig, die geht mir nun nicht mehr aus dem Kopf. Früher kaufte ich mir viel öfter neue Handtaschen, fast jedes Jahr eine neue, und jetzt will ich unbedingt diese teure Tasche haben, aber ich habe mir ja die teure Hose schon gekauft. Ich muß doch mal den Mann bezirzen, ob der nicht noch ein Scheinchen springen lassen kann? Au weia. Frauen!

Nickname 22.02.2017, 12.50| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bummeln & Stadt

Den ersten Schritt tun!

Ich mag Termine nicht, und ich habe diese Woche mindestens drei Termine. Da sind auch schöne Termine mit dabei, aber mich stressen sie dennoch. Ich bin einfach ein Mensch, der lieber allein ist und auch allein zuhause, aber gleichzeitig brauche ich dann und wann Menschen um mich, sonst wird es mir zu stumm um mich herum. Es hat mich schon mein ganzes Leben lang gestreßt, Termine wahrzunehmen, ob das früher war oder heute, daran hat sich nichts geändert. Ich fühle mich dann schon Tage davor unter Strom und in Anspannung. Vielleicht fehlt mir die Routine, die Gelassenheit, das Spüren, daß die anderen auch nur Menschen sind? Vielleicht bin ich zu wenig von mir und meinem Selbst überzeugt, daß ich immer noch denke, ich müßte so und so sein, damit die Leute zufrieden mit mir sind? Aber genau das habe ich doch eigentlich versucht, abzulegen. Ich habe mich freigeschwommen und gehe meinen eigenen Weg, habe Menschen und Orte und die Vergangenheit verlassen. Und doch gibt es Dinge, Momente, Ereignisse, die mir meine eigenen Grenzen aufzeigen, die ich noch nicht durchbrochen habe, oder an denen ich noch arbeite. Was mir gelungen ist, daß ich es überhaupt gewagt und durchgezogen habe, bestimmte Menschen zu verlassen, das hätte ich mir früher nie und nimmer vorstellen können. Aber alles ist möglich. Man muß es nur tun. Man muß den ersten Schritt tun, dann schafft man alles, oder zumindest ganz vieles!

Nickname 20.02.2017, 07.58| (9/9) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gedanken & Seele

Andere Welt, Zuschauer - oder was?

Vorweg, ich gehe eigentlich gerne Bummeln. Ich mag es, durch die Stadt zu gehen und dies und das anzusehen, zu bestaunen, evtl. auch zu kaufen, Neues zu entdecken, auch in bezug auf Klamotten, aber auch schöne Deko, Schreibutensilien, Geschenke, alles dies. 

Und  doch spüre ich immer öfter, daß das Bummelngehen anders geworden ist. Nicht wegen des zu leeren Geldbeutels, sondern gefühlsmäßig. Die Läden und die Menschen darin (Verkäufer/-innen wie Kunden) erscheinen mir alle irgendwie unecht. Sie passen nicht in die Läden, zu den Waren, zu dem, was Shoppen und Bummeln eigentlich vermitteln möchte an guten Gefühlen, an positiven Gefühlen, die einen dazu bringen, überhaupt Dinge haben zu wollen. Da ist eine Stimmung in den Läden, unter den Menschen, die mir wie eine zweite Welt erscheint, als würden parallel zueinander zwei Filme laufen, die man auf einen Blick sehen kann, als hätte man zwei Bildschirme nebeneinander stehen, auf die man gleichzeitig starrt. Seltsam ausgedrückt, aber ich weiß nicht, wie ich das sonst erklären soll. Ich sehe die Gefühle, die Stimmung sozusagen, ja, ich sollte schreiben, daß ich diese Stimmung fühle, wenn ich in den Läden bin, aber mir erscheint, als sähe ich sie, wie ein unsichtbarer Außenstehender. 

Vielleicht weiß ich nur zuviel inzwischen, was hinter den Kulissen abgeht beim Einkaufen, in den Läden, weil/seit Tochter ja im Verkauf arbeitet? Kommt es daher? Daß diese scheinbar schöne Welt des Shoppens und Einkaufens in Wahrheit eine Lüge und Farce ist? Daß in Wahrheit die Menschen überwiegend genervt sind, daß dies gewünschte, zu vermittelnde Gefühl für das Einkaufen einfach nicht echt ist? Mir kommt es jedenfalls immer öfter so vor, als wäre ich ein Zuschauer, der aus einer anderen Welt kommt, und diese Töne, Gefühle, all das, die Wahrheit, sehen könnte. Oder macht mir Bummeln und Shoppen nur irgendwie nicht mehr die Freude wie früher? Hm. Keine Ahnung.

Nickname 19.02.2017, 10.40| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Menschen & Welt

Rezept Käsekuchen

Ein super fluffiger, schnell gebackener Käsekuchen. Heute zum ersten Mal ausprobiert.
 

 
Springform einfetten und Backofen auf 180 °C vorheizen.
 
200 g Mehl mit 2 1/2 TL Backpulver mischen und sieben. 75 g Zucker, 75 g weiche Margarine und 1 Ei dazu geben und zu einem Teig verkneten. Den Teig in die Form drücken (Boden und Rand).
 
Für die Füllung 125 g Margarine mit 225 g Zucker, 1 Päckchen Vanillinzucker, 1 Päckchen Puddingpulver Vanille und 3 Eiern schaumig rühren. 500 g Quark und 1 Becher (200 g) Saure Sahne dazugeben und unterrühren. 1 Becher Schlagsahne (200 g) steif schlagen und unterheben, nicht rühren. Wer mag, kann Mandarinen aus der Dose oder Kirschen aus dem Glas (abgetropft) unterheben. Oder Rosinen untermischen. Die Masse in die Form auf den Boden geben, glattstreichen und backen.
 
Backen: 60 Minuten bei 180 °C. 
Danach im ausgeschalteten Ofen, bei leicht geöffneter Tür, noch auskühlen lassen.

Nickname 18.02.2017, 15.50| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Kochen & Backen

Ja, nein, dann doch endlich

Am Nachmittag gestern war mir so danach, mal wohin zu gehen, bzw. zu fahren, ich spürte richtig, wie mir hier in diesem Kaff, in dem man nichts unternehmen kann, nichts einkaufen kann, die Decke beginnt auf den Kopf zu fallen. Auch wenn ich lieber alleine bin, nicht gerne unter Menschen, es gibt so Momente, da muß ich raus, weil ich sonst drohe, in ein Loch zu fallen. 

Und dann bin ich ganz spontan den Weg zu Depot gefahren, das ist so eine knappe halbe Stunde mit dem Auto, ohne Autobahn, ohne Schnellstraße, genau mein Ding. Da habe ich ein bißchen Deko gekauft, hätte noch viel mehr kaufen können, wenn das liebe Geldproblem nicht wäre. Es gibt dort noch mehr Läden, es ist so eine Art Center, auch Klamotten, aber das liebe Geld … Ich bin also gar nicht erst in die Klamottenläden rein gegangen, nur kurz zu Esprit, weil ich von außen sah, daß sie genau so einen Kurzmantel für den Frühling haben, wie ich ihn gerne hätte, aber der kostete 100 Euro, das geht gar nicht, heul, und so bin ich wieder von dannen gezogen, habe was vom Bäcker für den Kaffee mitgenommen, und ansonsten nur die Deko für unseren Eingangsbereich, also auf den Schuhschränkchen, weil die alte Deko dort konnte ich schon nicht mehr sehen. Ab und zu muß mal was Neues her, und gerade in einer neuen Wohnung ist es schön, auch neue Deko zu haben. 

Mein Autolein ist auch brav gefahren, und ich war richtig stolz, daß ich nach langem inneren Drama endlich losgefahren war. Ich kämpfe da immer ewig lange mit mir, manchmal kann das zwei Stunden dauern, ja, nein, ja, nein, bis ich endlich in mein Auto steige und in die Tat umsetze, was ich doch tun will. 


Nickname 18.02.2017, 09.46| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bummeln & Stadt

30 heimliche Minuten

Ich weiß wirklich nicht, warum ich die ganzen neun Jahre im vorigen Zuhause, wo wir ein ganzes Haus für uns alleine hatten, nicht Klavier spielen/üben wollte, weil die Nachbarn mich hätten hören können. Jetzt wohnen wir in einem Mehrfamilienhaus, die Nachbarn sind teilweise immer da, im Haus direkt, und ich mag nicht spielen und nicht üben, vor allem, weil ich ja nach all den Jahren, Jahrzehnten, seit meiner Kindheit und Jugend, so gut wie nichts mehr kann, was ich damals konnte, und es juckt mich immer in den Fingern, aber ich kann es nicht leiden, daß die Nachbarn im Haus das auf jeden Fall hören können, und der direkte Nachbar sowieso, der Wand an Wand wohnt, der schon mal ganz am Anfang eine doofe Bemerkung gemacht hatte. 

Warum dachte ich früher, Nachbarn könnten mich hören, die über Gärten hinweg wohnten, also ich bin schon dämlich ohne Ende. Am Freitag Vormittag habe ich dann mal, nach Wochen, wieder gewagt, eine halbe Stunde herumzuklimpern (spielen kann man es ja nicht nennen, wenn man nichts mehr einfach so fehlerlos spielen kann), der direkte Nachbar war auf jeden Fall nämlich nicht da, weil sein Auto unten nicht stand, aber meist steht es da und man weiß nicht, ob er da ist oder nicht, man kann es nicht sehen, weil er eben oft zu Fuß in sein Büro geht und nicht mit dem Auto. 

Ich sollte mich davon nicht beeinflussen lassen, ich weiß, aber es ist nunmal so. Immerhin habe ich es gewagt, 30 Minuten, besser als nichts, und ich bemühe mich, es ab und zu zu tun, daran zu wachsen, es zu tun.


Nickname 18.02.2017, 09.41| (3/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag & Haushalt

Balkon-Saison eröffnet

Ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch, und so habe ich kurzerhand die Balkon-Saison eröffnet. Endlich kein nervtötender Urwald (Garten) mehr, dem niemand Herr wurde, sondern ein kleiner Balkon, auf dem man es sich gemütlich machen kann (solange nicht die pralle Sommerhitze einem die Laune verdirbt). 


Ich habe erstmal gekehrt, das lohnte sich, obwohl der Balkon so weit oben ist, dennoch war die Schaufel voll mit Dreck, und dann nahm ich meinen Kuchen und meinen Latte Macchiato und Lesestoff und saß mindestens noch eine Stunde auf der Bank draußen. Die Nachbarn überall werden auch schon munter, in ihren Gärten oder auf ihren Balkonen. Ja, das ist alles noch ein bißchen fremd für mich, wobei ich nach unserem Einzug letzten September den Balkon ja auch noch eine ganze Weile genießen konnte. Aber nun kommt der erste Frühling hier, und überhaupt, die Monate vergehen, und so sind wir wohl wirklich angekommen im neuen Zuhause. Und an all das alte, kaputte Zeug in und an und um das alte, kaputte Haus herum, wo wir vorher neun Jahre lang gewohnt haben, denkt man immer weniger. 


Nickname 16.02.2017, 16.45| (5/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Alltag & Haushalt

Morgens um Fünf

Bereits wieder die zweite Woche mit Frau Migräne, mit nur kurzen Pausen dazwischen, und am frühen Morgen, um Fünf, warf ich nach ihr und schob gleich zwei Stückchen Schokoladenbonbons nach, damit sie in meinem Magen nicht so alleine ist. Ich war ja überrascht, als ich die Blutwerte vom Arzt bekommen hatte, der natürlich keine Ahnung hat, wie viele Tabletten ich in all den Jahren, nein: Jahrzehnten, genommen habe und immer noch nehme, allen voran wegen Frau Migräne, wie super gut meine Werte sind. Nun hoffe ich, Frau Migräne macht mal eine längere Pause, so ein paar Wochen wäre schön, konnte sie kürzlich doch auch? Die Wechseljahre und Frau Migräne sind sich wohl noch nicht einig darüber, wie sie nun mit mir verfahren wollen. Ich hoffe, die Tablette hilft heute, damit ich meine Pflichten erfüllen kann, auch zum Einkaufen sollte ich fahren, und wie schon des Öftern erwähnt, geht Einkaufen hier nur noch mit dem Auto. Ich fahre aber nicht, wenn ich vollgedröhnt bin und mich unwohl fühle. Das will ich meinem alten Autolein nicht antun, denn wenn das im Straßengraben landet, habe ich ein Problem. Geld für ein neues (wenn auch dann sicherlich gebrauchtes) Auto ist nicht zur Hand. Also sollte es, bitte, noch ein bißchen fahren. Auch wenn es schon ca. 17 Jahre alt ist … 

Ansonsten ist es schon hell draußen, man merkt, daß es Richtung Frühling geht, morgens wird es schneller hell, abends bleibt es länger hell, das Jahr geht seinen Gang. Die Halsschmerzen sind jetzt am Morgen endlich besser, und ich frage mich, warum ich zur Zeit ständig erkältet bin, wo ich doch seit rund fünf Monaten so gut wie täglich spazieren gehe! War ich früher ein Stubenhocker, war ich fast nie diesbezüglich krank, aber jetzt, hier im neuen Zuhause, wo ich brav täglich frische Luft schnappen gehe, fange ich mir ständig was ein. Unfair. Aber nun möchte ich mal das Gute am heutigen Tage sehen. Was das ist? Keine Ahnung. Ich gehe mal Suchen. 

Nickname 16.02.2017, 07.29| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gesundheit & Alter

Ich bin ja eine Frau!

Seit nunmehr einer Woche (mit kurzen Pausen) steht mir Frau Migräne wieder treu zur Seite, wie all die vielen Jahre und Jahrzehnte, nachdem sie mich einen ganzen Monat lang im Stich gelassen hat. Den Wechseljahren sei Dank? Also doch noch Hoffnung, daß es eines Tages ein Ende hat mit der Zweisamkeit? Es wäre so wundervoll. Hormonelle Migräne ist penetrant wie Oskar! Obwohl ich in diesen Wochen durch die anderen gesundheitlichen Probleme mehr oder weniger ausgeknockt war, oder sehr beeinschränkt (ja, vielleicht auch im Kopf beschränkt), so war es eine solche Erleichterung, daß Frau Migräne mal nicht anwesend gewesen war. Fast hätte ich vergessen, daß es sie in meinem Leben gibt. Aber sie ist ja wieder da, hurra, und das Leben geht seinen gewohnten Gang. 

Der Mann hat die halbe Nacht geschnarcht, seine Entschuldigung, daß er erkältet sei! Oh! Ich bin auch erkältet, das erwähnte ich hier noch gar nicht, oder? Ich bin ja eine Frau. Die erledigen das nebenbei. Zu drollig, das Thema Erkältung und Männer. Nun werde ich versuchen, mich durch meinen Haushalt zu quälen. Immer schön langsam, um Frau Migräne nicht noch mehr anzustacheln. Ich hoffe, die Tablette hilft heute. Wäre schön. 

Nickname 15.02.2017, 07.15| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gesundheit & Alter

Heute ist nicht mein Tag. Heute?

Mir geht es nicht sonderlich gut, gerade auch seelisch, durch all das gesundheitliche Programm, und einfach so, weil alles zu viel ist und die letzte Zeit einfach zu viel Veränderungen mit sich brachte. Meine Seele gewöhnt sich nicht so schnell an alles, auch wenn die neue Wohnung sehr schön ist, aber hinter den Kulissen in der Familie gibt es auch immer dies und das, und manchmal will ich einfach nur gehen. 

Ich bin dann heute (endlich mal) in die Stadt gefahren, weil das Wetter perfekt für mich zum Fahren war, und ich suchte nach einer Hose, oder eigentlich bräuchte ich mehrere, denn mir passen kaum noch Hosen. Ich bin ein Mops geworden, und meine Hosen sind entweder zu weit oder viel zu eng, und manche wären ja okay, wenn die Hosenbeine untenrum nicht so häßlich breit wären, ich mag das lieber schmal, damit ich es auch in meine Stiefelchen stecken kann. Also ich bin dermaßen unzufrieden mit meinem Kleiderschrank in puncto Hosen, daß ich dringend neue brauche. Ich habe dann eine graue Jeans gefunden, die kaufte ich, aber dann waren meine Motivation und mein Elan am Ende und ich hätte eigentlich noch lange gemütlich durch die Stadt bummeln können, aber ich war einfach nicht fähig dazu, meine Seele war nicht fähig dazu, und dann bin ich nach Hause gefahren, und ich habe nicht mal was vom Bäcker mitgenommen. 

Zuhause dann habe ich mir einen Latte Macchiato gemacht und Kekse gegessen, aber mich selbst wieder über mich geärgert, weil ich wieder nichts zustande gebracht habe, auch in der Stadt eben nicht, was ich sonst gerne mache (schön bummeln gehen). Ich dachte, okay, mache ich endlich meine Fingernägel mal wieder bunt, und das ging so daneben, daß ich in einem Anfall von Wut alles wieder weggemacht habe. Heute ist nicht mein Tag. Heute?

Nickname 14.02.2017, 16.48| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bummeln & Stadt

Plappermäulchen

Wir hatten einen schönen Sonntag mit Besuch bei Sohn I und dem Enkelmädchen. Diese Zaubermaus plappert ja schon fleißig, nicht alles versteht man, aber nur deshalb, weil sie manche Worte noch nicht perfekt aussprechen kann. Im Prinzip kann sie so gut wie fast alles sagen, was sie möchte, dabei ist sie noch nicht mal ganz zwei Jahre alt. 

Wir waren lecker Essen und danach spazieren, und dann noch bei Sohn zuhause und haben Kuchen gegessen, den er selbst gebacken hat. Er kann das übrigens sehr gut, hatte auch schon in seiner Ehe oft den Kuchen gebacken, wenn wir zu Besuch kamen. Das Wetter war ziemlich kalt und windig, und auf der Fahrt hatten wir dickste Nebelsuppe, und zurück noch den üblichen Stau auf der Strecke. Wie ich diese Fahrten hasse, und oftmals bekomme ich mit dem Mann noch Streit im Auto, weil ich mit seiner Fahrweise absolut nicht (mehr) einverstanden bin. Je älter er wird, desto mehr gruselt es mich im Auto neben ihm. Aber selbst fahren kann ich auch nicht, schon gar nicht mit seinem Auto, da ich ja nur Automatik fahre und schon mal gar keine Autobahn. Also sollte ich brav meinen Mund halten, oder, und ihn machen lassen. Aber da wir ja sehr nah an der Autobahn wohnen, im vorigen Zuhause genauso wie jetzt in dieser Wohnung, bekommen wir eben auch sehr viele Dramen mit, und Autobahn ist für mich schon gedanklich nur noch Horror. 

Aber die Zeit mit dem Enkelmädchen war so schön, und auch wenn sie anfangs immer ein klein wenig fremdelt, danach wird sie munter und manchmal sogar anhänglich. Das freut das Oma-Herz natürlich besonders. Es ist auch sehr unkompliziert, was früher oft etwas mühsam war, allein sich zu unterhalten, als Schwiegertochter noch mit dabei war, ist jetzt gar kein Problem mehr. Ich fühle mich wohl und sicher und kann unbefangen mit dem Enkelmädchen umgehen. Ich habe keine Angst mehr, etwas falsch zu machen. 

Nickname 13.02.2017, 07.45| (10/10) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Kinder & Familie

Hyperaktive Mohnhörnchen

Meine Mohnhörnchen sind hyperaktiv, ob das von der Droge Mohn kommt? Sie wollten nämlich nicht schlafen, besser gesagt, der Hefeteig wollte nicht schlafen, er weigerte sich. Vielleicht lag es am hellen Dinkelmehl, wo ich sonst immer Weizenmehl nehme, ich weiß es nicht. Schmecken tun sie dennoch, allerdings nicht so himmlisch, wie ich es von ihnen gewohnt bin. Sie zieren sich! 


Der Spaziergang heute war dringend notwendig, nachdem ich zwei Tage lang nicht draußen gewesen war, nach all den Monaten braven Luftschnappens. Ich möchte nicht wieder zum Stubenhocker mutieren, absolut gar nicht, und das Wetter heute war auch mehr als einladend. Knapp 10 Grad Plus, strahlender Sonnenschein, Vogelgezwitscher, Landwirte, die mit ihren nervigen Traktoren daher kamen, und einfach das Gefühl, als läge der Frühling in der Luft. Was will man mehr?

   

Rezept Mohnhörnchen

Zutaten für 24 Stück

300 g Mehl mit 1 Päckchen Trockenhefe gut vermischen. 50 g Zucker untermischen. 70 g Margarine zerlassen und dazugeben. 150 ml warme Milch dazugeben. Alles gut verkneten. Den Teil zugedeckt ca. 30 bis 60 Minuten ruhen lassen. 

Backofen auf 175 °C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig nochmals gut durchkneten, in zwei Hälften teilen und diese jeweils rund auswellen. Auf je einen Teigkreis je eine Packung Mohnback-Mischung (2 Packungen) geben, verteilen, und dann jeden Kreis in je 12 Stücke (wie Kuchenstücke) schneiden. Die einzelnen Stücke von der breiten Seite zur Spitze aufrollen und als Hörnchen gebogen auf die Bleche setzen. Mit verquirrltem Eigelb bestreichen und ca. 15 Minuten backen.

Nickname 11.02.2017, 15.37| (6/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Kochen & Backen

Zeit heilt keine Wunden

Es hat sich mal wieder gelohnt, ordentlich durchzufegen (hier im Blog). Es war und ist einfach schon immer mein Ding, Altes loszulassen und zu entsorgen. Jahrelange Archive wird es bei mir nie geben. Das bin nicht ich. Letztes Jahr bei unserem Umzug konnte ich das Entsorgen extrem ausleben, so viel altem Kram habe ich Adieu gesagt. Das war nicht immer leicht, aber es fühlt sich heute leichter an. So ist es auch im Internet. Es tut einfach gut, Vergangenes nicht ewig mit sich herum zu schleppen, auch im Blog. Nun könnte man da weiter aufzählen, auch Menschen aus meinem früheren Leben gehören heute nicht mehr dazu. Aber so geht es allen Menschen, denn nicht jeder Mensch begleitet einen für immer und ewig. Bei manchen tut einem das sehr weh, oder man selbst verursacht anderen Kummer, wenn man seinen eigenen Weg geht. So ist aber das Leben. Es heißt, die Zeit heilt alle Wunden, aber manche Wunden heilen nie, nur die Zeit legt sich wie eine Decke über alles. Die manchmal aber auch nur eine Nebeldecke ist, die sich immer wieder mal lichtet. Man lernt, mit Schmerz in der Seele zu existieren, vielleicht auch zu leben, zu überleben, aber geheilt durch die Zeit wird er nie. Echter, tiefer, schreiender, besonderer Schmerz bleibt für immer und ewig. Er zeigt mir aber auch meine Fähigkeit zu Fühlen.

Nickname 11.02.2017, 08.51| (7/7) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Gedanken & Seele

Kalter Latte Macchiato

Der Schweinehund hat heute gesiegt. Oder doch die Freude, am Blog zu puzzeln. Schon gestern ließ ich mit durchaus schlechtem Gewissen meinen täglichen Spaziergang sausen, weil Frau Migräne mit Frau Bandscheibe konkurrierte, und ich hatte keine Lust, einem von ihnen nachzugeben. Blöde Weiber! Also versuchte ich, beide zu ignorieren und trolle mich statt dessen vor dem TV und mit einem Buch herum. Heute nun kam Sohn III kurzfristig vorbei und hielt mich erfolgreich vom Spaziergang am Nachmittag ab, und danach hatte ich dann auch keine Motivation mehr, denn es zog mich an den Laptop, um das Blog einzurichten. Und nun ist der Nachmittag beinahe dahin, zwar ist es noch hell draußen, aber der Schweinehund jubiliert, und ich habe meinen heiß geliebten, wirklich heißen, Latte Macchiato kalt werden lassen, vor lauter Internetgedöns. Ob der Latte Macchiato in kalt noch schmeckt? 

Nickname 10.02.2017, 16.43| (4/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Bloggen & Internet

2017
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(Geduld)

Man muss den Dingen

die eigene, stille,

ungestörte Entwicklung lassen,

die tief von innen kommt

und durch nichts gedrängt

oder beschleunigt werden kann.

Alles ist austragen

und dann gebären…

Reifen wie der Baum,

der seine Säfte nicht drängt

und getrost in den Stürmen

des Frühlings steht,

ohne Angst,

dass dahinter kein Sommer

kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur

zu den Geduldigen,

die da sind, als ob die Ewigkeit

vor ihnen läge,

so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

mit dem Ungelösten im Herzen,

und versuchen,

die Fragen selber lieb zu haben,

wie verschlossene Stuben,

und wie Bücher,

die in einer sehr fremden Sprache

geschrieben sind.

Es handelt sich darum,

alles zu leben.

Wenn man die Fragen lebt,

lebt man vielleicht allmählich,

ohne es zu merken,

eines fremden Tages

in die Antworten hinein.

  

(Rainer Maria Rilke)

Linda

  
Ich liebe den farbenfrohen Frühling, den melancholischen Herbst, große Bäume, Handtaschen, Modeschmuck, bunten Nagellack, Bummeln gehen, Kuchen, auch Kuchen backen, Latte Macchiato, Löcher in die Luft gucken, Stille, Alleinsein, echte Bücher kaufen und lesen, schöne Deko, kühles Wetter und meine Familie. Ich bin smartphonesüchtig und esse zu viel Schokolade. Mein Motto: Lebe den Tag! Denn heute ist morgen schon gestern. Mache das Beste aus jedem Tag und suche dir täglich kleine Glücksmomente. 
  
Glück im Karton

Plauderecke
Josi:
Krimi, da erinnerst Du mich nun an etwas. Der
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Grit:
Hallo Linda, gestern war es bei uns sehr kalt
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Sadie:
Liebe Linda,tja selbst bei den Krimis sind di
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19sixty:
Wenigstens war es ein Krimi aus der Billigkis
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Ingrid:
Das Wetter spielt wirklich verrückt zur Zeit,
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